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Guter Pro, schlechter Pro

Auch Pros sind nur Menschen, also nicht unfehlbar. So wie es gute, mittelmäßige und schlechte Mechaniker, Bäcker und Kaufleute gibt, gibt es auch gute, mittelmäßige und schlechte Pros.

Jeder Pro sieht sich mit folgender Situation konfrontiert: der Kunde will schnelle Erfolge, und der Kunde soll wieder kommen. Beides führt zum weitverbreiteten “Fixen”: ein Schwungfehler wird durch einen zusätzlichen Fehler ausgeglichen. Schneller Erfolg garantiert, allerdings nicht dauerhaft und für das Handicap eine Sackgasse.

Typische Anzeichen für eine Fehler-Fehler-Korrektur sind die Anweisungen zu einem stärkeren oder schwächeren Griff (nicht Griffdruck, sondern die Hände mehr nach links oder rechts gedreht) oder der klassische Ausspruch “zu früh dem Ball nachgesehen” oder “Kopf nicht unten gelassen” (wenn der Schüler den Ball getoppt hat). Derer Phrasen gibt es einige, obwohl mittlerweile in wissenschaftlichen Studien bewiesen ist, dass z.B. bei keinem Golfer die Halsmuskeln vor/während des Impacts (Treffmoment) nach links gedreht wurden, die Theorie des “zu früh dem Ball nachsehen” also völlig haltlos ist. Vielmehr wurde festgestellt, dass ein bewußtes Kopfdrehen eine harmonische Körperdrehung sogar positiv beeinflussen würde.

Was zeichnet nun einen guten Pro aus:

1. Er geht auf die Individualität des Schülers ein
Jeder Mensch lernt anders: der eine durch zuschauen, der nächste durch nachmachen und der dritte durch zuhören. Der Pro muss - eine geeignete Ausbildung vorausgesetzt - Ihren Typus erkennen und den Unterricht darauf aufbauen.

2. Er hat entsprechendes Equipment
Golfunterricht ohne Video-Schwunganalyse ist sinn- und wertlos. Nur wenn Sie sich auf Video selbst sehen, können Sie Anweisungen wie “Sie kommen von aussen nach innen” oder ähnliches verstehen und korrigieren.

3. Er hat nur Zeit für Sie
Eigentlich selbstverständlich: während Sie den Pro bezahlen, steht er auch zu 100% nur Ihnen zur Verfügung. Er schwätzt also nicht mit anderen Spielern, telefoniert nicht und er schwingt auch nicht für Sie den Schläger und zeigt, wie toll er spielen kann.

Wie wichtig der richtige Pro ist, zeigt folgendes Fallbeispiel: in einem Club übernimmt den Kinderkurs der beste Spieler der Anlage (Sohn des Managers). Keine besondere Ausbildung, aber wie gesagt ein sehr guter Spieler. Als Nebeneffekt bekommt der Club durch die Arbeit mit den Kindern schöne Zuschüsse. Die Kinder beginnen also ihre erste Stunde und dürfen zunächst frei “draufkloppen”. Das eine Kind zaghaft, das andere etwas frecher. Die Bälle fliegen und bei manchen ist ziemlich schnell eine sehr flüssige Bewegung mit gutem Ergebnis erkennbar. Der Ausbilder geht nun von Kind zu Kind und korrigiert. Lauter gute Anweisungen, alle sollen so schwingen, wie er es tut. Nach ca. 40 Minuten ist es vollbracht: kein Kind - tatsächlich KEIN Kind - trifft jetzt noch den Ball. 90% toppen, der Rest schlägt daneben oder in den Boden. Ein Einzelfall? Hoffentlich.